SMS (Short Message Service)

Short Message Service, kurz SMS, überträgt Text über den Signalisierungskanal des Mobilfunknetzes und funktioniert dadurch unabhängig von einer aktiven Datenverbindung. Wie viel Text in eine einzelne Nachricht passt, hängt vom verwendeten Zeichensatz ab; längere Texte werden automatisch in mehrere Segmente aufgeteilt und beim Empfang wieder zusammengesetzt.

Kurznachricht, Textnachricht, SMS

Wie funktioniert SMS?

SMS nutzt den Signalisierungskanal des Mobilfunknetzes, nicht die Datenverbindung. Deshalb kommt eine SMS auch dort an, wo mobiles Internet schwach oder gar nicht verfügbar ist.

Eine einzelne SMS umfasst bis zu 160 GSM-7-Zeichen oder bis zu 70 16-Bit-Codeeinheiten. Bei verketteten Nachrichten sinkt die Kapazität wegen der Steuerdaten typischerweise auf 153 beziehungsweise 67 je Teilsegment. Längere Texte werden automatisch aufgeteilt und beim Empfangsgerät wieder zu einer Nachricht zusammengesetzt.

Versand über Plattformen und Aggregatoren

Für größere Mengen läuft der Versand über spezialisierte Plattformen oder Aggregatoren, die eine Verbindung zu den Mobilfunknetzen herstellen und den Zustellstatus je Nachricht zurückmelden. Relevant ist dabei, ob die Nachricht über eine Kurzwahl, eine Langnummer oder eine alphanumerische Absenderkennung läuft, da sich davon Erreichbarkeit und Zulässigkeit unterscheiden.

Die Zustellung selbst erfolgt über das Signalisierungsnetz der beteiligten Mobilfunkbetreiber. Eine sofortige Zustellung ist dabei nicht in jedem Fall garantiert, insbesondere bei hoher Netzauslastung oder bei internationalen Versandwegen.

SMS vs. RCS

SMS und RCS laufen über dieselben Absenderstrukturen, unterscheiden sich aber deutlich in Funktionsumfang und Zustellweg.

Übertragungsweg: SMS läuft über den Signalisierungskanal ohne Datenverbindung, RCS über eine Datenverbindung, mobil oder per WLAN.

Zeichenlimit: Eine SMS fasst 160 GSM-7-Zeichen je Einzelnachricht und 153 je Teilsegment, RCS deutlich mehr Text, abhängig vom Anbieter.

Medien: SMS transportiert reinen Text, RCS Bilder, Karussells und Videos in der Nachricht.

Lesebestätigung: Bei SMS ist sie nicht vorgesehen, bei RCS optional verfügbar.

Erreichbarkeit: SMS erreicht praktisch jedes Mobiltelefon, RCS hängt von Geräte- und Netzunterstützung ab.

Zur Einordnung beider Kanäle zueinander siehe RCS-Kanäle.

Voraussetzungen und Grenzen

Als Absenderkennung dienen Kurzwahl, Langnummer oder eine alphanumerische Sender-ID. Welche Absenderkennungen zulässig sind und ob sie registriert werden müssen, unterscheidet sich nach Land, Netz und Kanal.

Werbliche SMS benötigen grundsätzlich eine wirksame Einwilligung des Empfängers. Eng gefasste gesetzliche Ausnahmen bleiben im Einzelfall zu prüfen.

Zeichenlimit erzwingt kurze, prägnante Formulierungen; Links werden häufig gekürzt

Keine native Möglichkeit für Bilder oder interaktive Elemente innerhalb der reinen SMS

Zustellzeiten variieren je nach Netzbetreiber und Auslastung, eine sofortige Zustellung ist nicht garantiert

Warum SMS relevant ist

Als Kanal, den nahezu jedes Mobiltelefon unterstützt, bleibt SMS die Rückfallebene, wenn RCS oder WhatsApp beim Empfangsgerät nicht verfügbar sind. Weder eine App noch ein aktives Nutzerkonto sind Voraussetzung für den Empfang.

In einer Omnichannel-Strategie übernimmt SMS deshalb häufig die Rolle des Rückfallkanals, während gestaltete Inhalte über die RCS-Kanäle oder WhatsApp laufen.

Häufige Fragen

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August 10, 2026