RCS-Newsletter
Ein RCS-Newsletter ist eine wiederkehrende Marketingnachricht in der Nachrichten-App des Smartphones. Er kann Text mit Bildern, Videos, Karussells und Schaltflächen verbinden. Gegenüber einer E-Mail bietet er weniger Raum für längeren Fließtext, stellt dafür visuelle Elemente und direkte Aktionen in den Vordergrund.
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Der Begriff Newsletter führt bei RCS leicht in die Irre. Eine E-Mail mit Kopfgrafik, drei Themenblöcken und Fußzeile wirkt im Chatverlauf deplatziert. Ein RCS-Newsletter ist näher an einer Schaufensterauslage als an einem Rundschreiben: ein Gedanke, ein Bild, ein klarer nächster Schritt.
Wie ein RCS-Newsletter funktioniert
Am Anfang steht die Liste, nicht der Text. Kontakte mit Opt-in liegen mit Nummer und Status in der Versandplattform. Vor jeder Aussendung prüft diese, welche Nummern RCS empfangen können. Daraus entstehen zwei Gruppen: eine, die die vollständige Nachricht erhält, und eine, die dieselbe Botschaft als SMS bekommt.
Die Nachricht selbst wird aus Bausteinen zusammengesetzt. Typisch ist eine Rich Card: ein Bild, eine Überschrift, wenige Zeilen Text und einige Schaltflächen. Stehen mehrere Angebote nebeneinander, entsteht daraus ein Karussell aus mehreren solcher Karten. Dazu kommen optional Antwortvorschläge – vorformulierte Antworten zum Antippen.
Der Absender ist immer derselbe: das verifizierte Profil mit Name, Logo und Markenfarbe. Es gibt weder Betreff noch Vorschautext noch einen Posteingang, in dem die Nachricht neben fünfzig anderen liegt. Sie steht im Verlauf, direkt unter der letzten Nachricht desselben Absenders.
Nach dem Versand kommen Ereignisse zurück: Zustellung, Lesebestätigung und vor allem Klicks je Schaltfläche. Diese Auflösung ist der eigentliche Unterschied zur E-Mail-Auswertung – sichtbar wird nicht nur, dass geklickt wurde, sondern welches der angebotenen Themen gezogen hat.
RCS-Newsletter, E-Mail-Newsletter und Prospekt im Vergleich
Ort: Der RCS-Newsletter erscheint im Nachrichtenverlauf, der E-Mail-Newsletter im Postfach, der gedruckte Prospekt im Briefkasten.
Umfang: Der RCS-Newsletter trägt ein Thema, mehrere im Karussell, der E-Mail-Newsletter ist beliebig lang, der gedruckte Prospekt mehrseitig.
Vorlauf: Der RCS-Newsletter braucht Stunden, der E-Mail-Newsletter Stunden bis Tage, der gedruckte Prospekt Tage bis Wochen.
Auswertung: Der RCS-Newsletter liefert Klicks je Schaltfläche, der E-Mail-Newsletter Öffnung und Klick, der gedruckte Prospekt keine Auswertung.
Kosten: Der RCS-Newsletter wird je Nachricht abgerechnet, der E-Mail-Newsletter hat niedrige Stückkosten, der gedruckte Prospekt kostet Druck und Verteilung.
Stärke: Der RCS-Newsletter punktet mit Sichtbarkeit und kurzem Weg zur Handlung, der E-Mail-Newsletter mit Ausführlichkeit und Archivierbarkeit, der gedruckte Prospekt mit Haptik und breiter Streuung.
In der Praxis ersetzt der RCS-Newsletter die E-Mail selten vollständig. Häufiger übernimmt er die Anlässe, bei denen Sichtbarkeit und Geschwindigkeit zählen, während die E-Mail die ausführlichen Inhalte behält.
Voraussetzungen und Grenzen
Für die erste Aussendung eines werblichen RCS-Newsletters ist eine Kontaktliste mit dokumentiertem, ausdrücklich auf diesen Nachrichtenempfang bezogenem Opt-in erforderlich. Dazu kommt ein freigegebenes Absenderprofil.
Wird beim Opt-in ein Versandrhythmus genannt, prägt diese Angabe den Umfang und die Erwartungen der Einwilligung.
Der Platz ist knapp: ein Thema je Aussendung, wenige Karten im Karussell. Ein vollständiger E-Mail-Newsletter lässt sich nicht in eine Nachricht überführen.
Die SMS-Variante ist Teil der Aussendung, nicht Beiwerk – sie ist die Nachricht, die ein Teil der Liste tatsächlich sieht, und bleibt ohne Bild verständlich.
Bildmaße entscheiden über die Darstellung: Ein Foto im falschen Format wird von der Karte beschnitten. Feste Maße und eine Kontrolle auf einem Endgerät sind deshalb Teil der Produktion.
Die Beschriftung der Schaltflächen trägt die Auswertung. „Termine ansehen“ liefert eine Information, „Mehr“ liefert keine.
Lesebestätigungen allein sagen wenig aus; aussagekräftiger sind Klicks je Schaltfläche, die Abmelderate und das Verhalten auf der Zielseite.
Wie ein RCS-Newsletter neben SMS und Messenger-Kanälen läuft, zeigt die Übersicht der RCS-Kanäle.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich ein RCS-Newsletter von einem E-Mail-Newsletter?
Er erscheint in der Nachrichten-App statt im E-Mail-Postfach, hat weder Betreff noch Vorschautext und bietet weniger Raum für längeren Fließtext. Dafür liefert er Klicks je Schaltfläche, während die E-Mail Öffnungen und Klicks auf Ebene der gesamten Aussendung ausweist.
Welche Inhalte und Formate kann ein RCS-Newsletter enthalten?
Text in Verbindung mit Bildern, Videos, Karussells und Schaltflächen. Übliches Grundelement ist eine Rich Card aus Bild, Überschrift, kurzem Text und wenigen Schaltflächen; mehrere Karten nebeneinander ergeben ein Karussell. Antwortvorschläge zum Antippen sind zusätzlich möglich.
Was passiert mit Kontakten ohne RCS-Unterstützung?
Sie erhalten dieselbe Botschaft als SMS. Diese Variante entsteht mit der Aussendung und bleibt ohne Bild und Schaltflächen verständlich, weil sie für einen Teil der Liste die eigentliche Nachricht ist.
Welche Kennzahlen beschreiben die Nutzung eines RCS-Newsletters?
Zustellung und Lesebestätigung zeigen, dass eine Nachricht angekommen und geöffnet wurde. Aussagekräftiger für die Nutzung sind Klicks je Schaltfläche, die Abmelderate und das Verhalten auf der Zielseite.
Welche Rolle spielt der beim Opt-in genannte Versandrhythmus?
Der vorgesehene Rhythmus wird häufig bereits beim Opt-in genannt. Eine wesentliche Abweichung kann eine erneute Information oder Einwilligung erforderlich machen. Wird beim Opt-in ein Versandrhythmus genannt, prägt diese Angabe den Umfang und die Erwartungen der Einwilligung.
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August 10, 2026