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RCS-Verfügbarkeit 2026: Welche Netze in Österreich, Deutschland und der Schweiz zustellen

Deutschland komplett, Österreich auf dem iPhone nur bei Magenta, Schweiz noch gar nicht. Der Stand je Netz und Land im September 2026, mit Rechenbeispiel für 10.000 Kontakte.

September 15, 2026
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RCS-Verfügbarkeit 2026: Illustration mit Maskottchen, Mobilfunksignal und Nachrichtensymbol

Kommen wir direkt zum Punkt. In Deutschland kommen RCS-Nachrichten in allen vier Netzen auf Android und iPhone an, in Österreich auf Android in allen drei Netzen, auf dem iPhone aber nur bei Magenta. Die Schweiz ist für Unternehmensnachrichten per RCS im September 2026 nicht erreichbar, dort geht alles als SMS raus. Unsere Kampagnen in Österreich erreichen aktuell 40 Prozent der Kontakte per RCS, der Rest bekommt die SMS mit Link.

Für Österreich lohnt ein Blick auf den Kalender. Drei plant den iPhone-Start nach unserem Informationsstand für Dezember 2026. Bei A1 gibt es noch keinen Termin: dort soll die Anbindung an Google im Dezember stehen, danach folgt die Zertifizierung bei Apple, sodass der Start realistisch mit dem iOS-Update im März 2027 zusammenfällt. Beide Netzbetreiber hatten im März gegenüber futurezone noch von einem Start im Jahr 2026 gesprochen.

Wovon die RCS-Verfügbarkeit abhängt

Ob eine Nachricht als RCS oder als SMS ankommt, entscheiden drei Dinge gleichzeitig: das Netz des Empfängers, sein Gerät und die Freigabe für Unternehmensversand. Auf Android läuft RCS über die Google-Infrastruktur und funktioniert in fast jedem Netz, auch bei virtuellen Anbietern. Auf dem iPhone muss der Netzbetreiber die Funktion einzeln bei Apple freischalten, weil Apple keine eigenen RCS-Server betreibt. Deshalb sind die Lücken bei iPhones und nicht bei Android. Was RCS ist und wie es sich von der SMS unterscheidet, steht im Artikel Was bedeutet RCS.

Dazu kommt der Unterschied zwischen privatem Chat und Unternehmensnachricht. Dass zwei Personen per RCS schreiben können, heißt nicht automatisch, dass ein verifizierter Absender mit Logo und Buttons dieselbe Person erreicht. Nach unseren Versanddaten kommen Kampagnen in Deutschland in allen vier Netzen auch auf iPhones als RCS an, in Österreich bei Magenta. Was ein verifizierter Absender genau ist, steht im Glossar unter RCS Business Messaging.

Vor jedem Versand prüft die Plattform pro Nummer, ob RCS gerade möglich ist. Fällt die Prüfung negativ aus, geht die Nachricht als SMS mit Link raus. Das passiert pro Empfänger und pro Aussendung. Ein Kontakt, der heute als SMS beliefert wird, kann nächste Woche RCS bekommen, weil er sein iPhone aktualisiert hat.

RCS-Verfügbarkeit in Deutschland: alle vier Netze, Android und iPhone

Deutschland ist der einfachste Fall. Telekom, Vodafone und O2 unterstützen RCS auf Android seit Jahren und auf dem iPhone seit den iOS-18-Updates 2025. 1&1 war der Nachzügler: RCS funktioniert bei dem Carrier nur, wenn Nutzer zuvor auf iOS 26.2 aktualisiert haben, wie heise im Dezember 2025 berichtete. Wer ein iPhone im 1&1-Netz mit älterem iOS hat, bekommt weiterhin SMS.

Die Reichweite ist damit größer als bei jedem Messenger. 96 Prozent aller Smartphones in Deutschland bieten RCS, das entspricht laut der deutschen RCS-Initiative von Telekom, Vodafone, 1&1 und Telefónica rund 68 Millionen Smartphones, schreibt heise. Vodafone hat die MMS bereits 2023 eingestellt, Telekom und 1&1 zum 30. Juni 2026, O2 zum 1. Juli 2026, so Logitel. Bilder laufen in den deutschen Netzen also nur noch über RCS oder gar nicht.

Gerätezahlen sind aber nicht dasselbe wie Zustellzahlen. Ein Gerät kann RCS und bekommt trotzdem eine SMS, wenn es im Moment der Zustellung keine Datenverbindung hat, wenn RCS in den Einstellungen deaktiviert ist oder die Software alt ist. In Österreich sehen wir deshalb 40 Prozent RCS-Anteil, obwohl weit mehr Geräte könnten. In Deutschland fällt die iPhone-Lücke weg, der Anteil hängt dort vor allem an Datenverbindung und Geräteeinstellungen.

Seit Mai 2026 gibt es einen weiteren Unterschied zwischen den Netzen. Am 11. Mai 2026 begann die Einführung der Ende-zu-Ende-verschlüsselten RCS-Übermittlung in der Beta-Phase für iPhones mit iOS 26.5 bei unterstützten Netzbetreibern, so Apple. Apples Netzbetreiberliste vom 14. September 2026 führt dafür in Deutschland Telekom, O2 und 1&1, Vodafone noch nicht. Für dich als Absender ändert das nichts: die Verschlüsselung gilt für Chats zwischen zwei Personen, Unternehmensnachrichten über einen verifizierten Absender laufen weiter über die Plattform und sind auf dem Transportweg verschlüsselt.

RCS-Verfügbarkeit in Österreich: Android überall, iPhone nur bei Magenta

Auf Android ist Österreich vollständig versorgt. A1, Magenta und Drei liefern RCS an Android-Geräte, und über die Google-Infrastruktur gilt das auch für virtuelle Anbieter. Laut Statista sind 5,75 Millionen Android-Geräte in Österreich aktiv, das ist die theoretische Basis, nicht die Zahl der erreichbaren Personen, weil Zweitgeräte, Firmenhandys und alte Software darin stecken. Belastbar ist der Wert aus dem Versand: unsere Marketingkampagnen in Österreich erreichen aktuell 40 Prozent der Kontakte per RCS, die übrigen 60 Prozent bekommen die SMS mit Link. A1 hält laut RTR per Ende 2025 einen Marktanteil von 36,2 Prozent, Magenta 24,9 Prozent und Drei 20,1 Prozent, HoT 9,9 Prozent und spusu 5,5 Prozent.

Beim iPhone sieht es anders aus. Magenta hat RCS am 27. März 2026 als erster Netzbetreiber in Österreich auf dem iPhone verfügbar gemacht, mit dem damals anstehenden iOS-Update. A1 und Drei sind auf Apples Liste vom 14. September 2026 ohne RCS eingetragen. Ein iPhone im A1- oder Drei-Netz bekommt deine Nachricht als SMS, egal wie neu das Gerät ist. Unsere Kampagnen kommen im Magenta-Netz auf iPhones bereits als RCS an.

Rechne das für deine Liste durch, bevor du planst. Bei einem iPhone-Anteil von einem Drittel und dem Magenta-Marktanteil von einem Viertel erreichst du per RCS auf dem iPhone heute nur jeden zwölften iPhone-Kontakt. Das ändert sich mit Drei im Dezember und A1 voraussichtlich im März 2027, aber nicht früher.

RCS-Verfügbarkeit in der Schweiz: vorerst SMS

Ich würde für Schweizer Kontakte 2026 keinen RCS-Anteil einplanen. Auf Apples Netzbetreiberliste stehen Salt, Sunrise und Swisscom alle ohne RCS, und AWS führt die Schweiz nicht in seiner Länderliste für Unternehmensversand. Für den Versand aus unserer Plattform heißt das: kein RCS in die Schweiz.

Die Aussagen der Netzbetreiber gegenüber Blick vom Juni 2026 zeigen die Richtung. Swisscom arbeitet nach eigenen Angaben mit Apple und Google zusammen, um den RCS-Service 2026 lancieren zu können, hängt bei der Freigabe aber von den Herstellern ab. Salt geht davon aus, dass eine Verfügbarkeit frühestens ab dem zweiten Quartal 2027 möglich ist. Sunrise gibt aus Wettbewerbsgründen keine Details bekannt. Schweizer Kontakte laufen bei uns also komplett als SMS, und so einfach ist das.

In welchen Ländern RCS Business Messaging verfügbar ist

Für Versand außerhalb von DACH gilt: Android ja, iPhone je nach Land. AWS hat den Unternehmensversand per RCS im Mai 2026 auf 22 Länder ausgeweitet: Österreich, Brasilien, Kolumbien, Tschechien, Dänemark, Dominikanische Republik, Frankreich, Deutschland, Guatemala, Italien, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Peru, Polen, Singapur, Slowakei, Spanien, Schweden und Großbritannien, zusätzlich zu den USA und Kanada. In allen anderen Ländern greift der SMS-Fallback, den AWS für über 200 Länder und Regionen nennt.

Die iPhone-Frage entscheidet sich Land für Land bei Apple. Auf der Netzbetreiberliste vom 14. September 2026 stehen mit RCS unter anderem in Frankreich Bouygues, Free, Orange und SFR, in Belgien BASE, Orange, Proximus und Telenet, in Spanien Movistar, Vodafone, Orange und O2, in Großbritannien EE, O2, BT und Three, in Tschechien nur T-Mobile, in Ungarn Magyar Telekom, in Griechenland Cosmote und in der Slowakei Slovak Telekom. Kein einziger Netzbetreiber mit RCS steht dort für die Niederlande, Italien, Polen, Portugal, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland oder Irland. In diesen Ländern erreichst du per RCS nur Android.

Im Ausland selbst gibt es keine Versorgungslücke, aber eine Kostenfrage. RCS läuft über WLAN oder mobile Daten, nicht über den Signalkanal des Mobilfunks. Ein Kunde aus Linz, der im Hotel in Lissabon im WLAN hängt, bekommt deine RCS-Nachricht samt Bild ohne Mobilfunkkosten. Über mobile Daten verbraucht RCS Datenroaming; innerhalb der EU ist das im Tarif enthalten, außerhalb kann es je nach Tarif kosten, dann fällt die Nachricht bei deaktiviertem Datenroaming auf SMS zurück. Eingehende SMS kosten im Ausland nichts.

Rechenbeispiel: Sportgeschäft in Graz mit 10.000 Kontakten

Ein erfundenes Sportgeschäft in Graz hat 10.000 österreichische Kontakte mit Einwilligung und will eine Winteraktion ankündigen. Unsere Kampagnen in Österreich erreichen 40 Prozent der Kontakte per RCS. Ich rechne hier bewusst schlechter und nehme 30 Prozent, weil eine Liste mit vielen iPhones außerhalb des Magenta-Netzes darunter liegen kann.

Damit gehen 3.000 Nachrichten als RCS raus und 7.000 als SMS mit Link. Kosten mit unseren Österreich-Preisen: 3.000 RCS-Nachrichten zu 5,5 Cent sind 165 Euro, 7.000 SMS zu 4,2 Cent sind 294 Euro, zusammen 459 Euro. Eine reine SMS-Kampagne an alle 10.000 kostet 420 Euro. Der Aufpreis für RCS liegt bei 39 Euro.

Klicks, wieder mit vorsichtigen Annahmen: 25 Prozent Klickrate auf RCS, unsere Kampagnen liegen bei rund 40 Prozent, und 10 Prozent auf SMS mit Link. Das sind 750 Klicks aus RCS plus 700 aus SMS, zusammen 1.450. Die reine SMS-Kampagne bringt bei denselben 10 Prozent 1.000 Klicks. Pro Klick zahlt das Sportgeschäft mit RCS 32 Cent, mit SMS 42 Cent, und hat 450 Klicks mehr. Für Lizenz und Einrichtung kommen bei uns Fixkosten dazu, die sich bei einer einzelnen Aussendung an 10.000 Kontakte nicht rechnen, bei monatlichem Versand schon.

Wann du RCS trotz Verfügbarkeit lassen solltest

Es gibt Listen, bei denen ich RCS heute nicht empfehlen würde. Wer überwiegend Schweizer Kontakte hat, versendet SMS und spart sich die Registrierung. Wer in Österreich eine iPhone-lastige Zielgruppe hat, etwa im Premium-Handel, sollte mit dem Start bis zum Frühjahr 2027 warten oder den RCS-Anteil im Budget bei 30 Prozent deckeln. Wer nur kurze Statusmeldungen schickt, Abholung bereit, Termin morgen um zehn, braucht keine Bilder und keine Buttons, da reicht die SMS mit 160 Zeichen.

Ein weiterer Punkt betrifft die Optik auf dem iPhone. RCS-Nachrichten erscheinen dort weiterhin in grünen Blasen wie SMS. Der verifizierte Absender mit Logo ist sichtbar, die Nachricht sieht aber nicht aus wie iMessage. Wer sich davon eine WhatsApp-ähnliche Anmutung erwartet, wird enttäuscht. Wo WhatsApp im Vergleich gewinnt und wo nicht, steht im Artikel RCS vs. WhatsApp vs. SMS.

Der Vorteil bleibt dort, wo die Lücken klein sind: Deutschland komplett, Österreich auf Android und bei Magenta, und überall dort, wo Bild, Karussell und Antwortvorschlag den Unterschied machen. Der Fallback sorgt dafür, dass der Rest trotzdem ankommt. Kein Kontakt fällt raus.

Der nächste praktische Schritt ist eine Stichprobe: Stell uns einen Auszug aus deiner Liste über einen sicheren Upload und im Rahmen einer Auftragsverarbeitung bereit, wir prüfen die RCS-Fähigkeit pro Land und Netz und du siehst deinen echten Anteil vor der ersten Kampagne. Schreib uns kurz, das ist in zehn Minuten geklärt.

Häufige Fragen

Ist RCS in Österreich auf dem iPhone verfügbar?

Nur im Magenta-Netz, dort seit dem 27. März 2026. A1 und Drei stehen auf Apples Netzbetreiberliste vom 14. September 2026 ohne RCS. Drei plant den Start für Dezember 2026, bei A1 ist er nach dem aktuellen Stand erst mit dem iOS-Update im März 2027 realistisch.

Wie viele Kontakte erreiche ich in Österreich per RCS?

Unsere Marketingkampagnen in Österreich erreichen aktuell 40 Prozent der Kontakte per RCS, der Rest geht als SMS mit Link raus. Die Gerätezahlen liegen höher, laut Statista sind 5,75 Millionen Android-Geräte aktiv, aber Datenverbindung und Einstellungen zählen im Moment der Zustellung, und iPhones erreichst du bisher nur im Magenta-Netz.

Welche deutschen Netze unterstützen RCS auf dem iPhone?

Alle vier: Telekom, Vodafone, O2 und 1&1. Bei 1&1 braucht das iPhone mindestens iOS 26.2, freigeschaltet seit Dezember 2025. Laut der RCS-Initiative der vier Netzbetreiber sind 96 Prozent der Smartphones in Deutschland RCS-fähig, rund 68 Millionen Geräte.

Kann ich RCS-Nachrichten in die Schweiz senden?

Im September 2026 nicht. Salt, Sunrise und Swisscom stehen auf Apples Liste ohne RCS, AWS führt die Schweiz nicht in seiner Länderliste. Swisscom plant den Start abhängig von Apple und Google für 2026, Salt frühestens ab dem zweiten Quartal 2027. Bis dahin geht alles als SMS raus.

Was passiert mit Kontakten ohne RCS?

Sie bekommen dieselbe Nachricht als SMS mit Link. Die Plattform prüft das pro Nummer vor jeder Aussendung, du musst nichts trennen. Im Rechenbeispiel kostet die SMS 4,2 Cent pro Nachricht, die RCS-Nachricht 5,5 Cent.

In welchen Ländern gibt es RCS Business Messaging?

AWS nennt 22 Länder, darunter alle großen EU-Märkte, USA, Kanada, Brasilien, Mexiko und Singapur. Auf dem iPhone kommt RCS dort nur an, wenn der Netzbetreiber bei Apple freigeschaltet ist; das gilt unter anderem für Frankreich, Belgien, Spanien und Großbritannien, nicht für die Niederlande, Italien, Polen oder Skandinavien.

Kostet RCS im Ausland Roaming?

Im WLAN nicht, dort kommt die Nachricht samt Bild ohne Mobilfunkkosten an. Über mobile Daten verbraucht RCS Datenroaming, das innerhalb der EU im Tarif enthalten ist und außerhalb je nach Tarif kosten kann. Ist Datenroaming abgeschaltet, greift der SMS-Fallback, und eingehende SMS sind im Ausland kostenlos.

Ist RCS Ende-zu-Ende-verschlüsselt?

Für Chats zwischen zwei Personen seit dem 11. Mai 2026 als Beta, in Deutschland bei Telekom, O2 und 1&1, in Österreich bei Magenta. Unternehmensnachrichten über einen verifizierten Absender sind davon nicht umfasst, sie sind auf dem Transportweg verschlüsselt.

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